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Fotoaufnahmen des LVR Landeshauses, Kennedyufer2 in Köln, am 06.09.2017

Laura Backes

Laura Josefine Backes

Heimatort/ LVR-Mitgliedskörperschaft
Krefeld

 

LVR-Gremienfunktionen

Mitglied
- Landschaftsversammlung
- Betriebsausschuss LVR-Jugendhilfe Rheinland
- Kommission Gleichstellung

 

Stellvertretendes Mitglied
Ausschuss für Personal und allgemeine Verwaltung
- Krankenhausausschuss 3 (Mönchengladbach/Viersen)

 

Weitere kommunale Mandate

Ich bin Mitglied der Bezirksvertretung Mitte in Krefeld sowie sachkundige Bürgerin im Jugendhilfeausschuss und Stellvertreterin im Ausschuss für Soziales, Arbeit, Wohnen, Gesundheit, Inklusion, Senioren und Integration.

 

Wie bist zu dazu gekommen, Dich politisch beim LVR zu engagieren?

Mein Entschluss, mich für die Landschaftsversammlung Rheinland zu engagieren, ist die direkte Konsequenz aus meiner täglichen beruflichen Praxis in der Jugend- und Flüchtlingssozialarbeit. In der Gemeinde Grefrath erlebe ich tagtäglich die tiefe Kluft zwischen dem theoretischen Anspruch sozialer Daseinsvorsorge und der tatsächlichen Lebensrealität der Menschen vor Ort.

Ich begleite Jugendliche, deren mentale Gesundheit unter dem gesellschaftlichen Druck und fehlenden Versorgungsangeboten leidet, sowie geflüchtete Menschen, deren Integration an bürokratischen Hürden und unterfinanzierten Strukturen scheitert – nicht an ihrem eigenen Willen. Da diese strukturellen Probleme auf rein kommunaler Ebene nicht gelöst werden können, ist ein starkes Mandat im LVR unerlässlich. Die dortigen Entscheidungen setzen die Rahmenbedingungen und Grenzen für die gesamte soziale Arbeit im Rheinland. Ich möchte nicht länger nur die Symptome eines mangelhaften Systems verwalten, sondern dessen Ursachen direkt an der Wurzel bekämpfen.

 

Welches sind Deine Schwerpunkte in der LVers oder ihren Gremien?

Meine politischen Schwerpunkte lassen sich hervorragend mit der Arbeit im Betriebsausschuss Jugendhilfe und der Kommission Gleichstellung verknüpfen.

 

• Verankerung des Tripelmandats (nach Silvia Staub-Bernasconi):

Dieses Prinzip fordert eine dreifache Loyalität: gegenüber den Klient:innen, der Fachlichkeit und der Gesellschaft. Für meine politische Arbeit bedeutet das, Klient:innen als Expert:innen ihrer eigenen Realität anzuerkennen. Ihre Perspektive darf keine Bittstellung sein, sondern muss zur echten Grundlage politischer Entscheidungen werden – auch gegen rein ökonomische Logiken.

• Förderung von Autonomie und Lebensfreude bei Jugendlichen:

Ich setze mich für eine LVR-Förderpolitik ein, die echte Partizipation ermöglicht und die Prozessqualität über die reine Ergebniskontrolle stellt. Jugendliche müssen die Chance bekommen, intrinsische Motivation und Resilienz zu entwickeln.

• Inklusion als strukturelles Prinzip:

Mein akademisches Wissen aus dem Studium Gender and Diversity werde ich nutzen, um die Satzungen und Richtlinien des LVR kritisch zu prüfen. Ziel ist es, ausgrenzende Mechanismen systematisch aufzuspüren und durch diskriminierungssensible Regelungen zu ersetzen.

 

Was sind Deine Ziele und Hoffnungen für die politische Arbeit?

• Gestaltung einer gerechten Haushaltspolitik: Durch die gezielte Einflussnahme auf die Haushaltssatzung und die allgemeinen Verwaltungsgrundsätze möchte ich eine am Menschen orientierte, sozial gerechte Politik durchsetzen.

• Abbau bürokratischer Hürden: Ich möchte mich dafür einsetzen, die administrativen Hürden, insbesondere für geflüchtete Menschen abzubauen und Unterstützungsstrukturen verlässlicher zu finanzieren.

• Etablierung echter Partizipation: Projekte, welche die Autonomie junger Menschen als höchsten Wert anerkennen und auf echter Mitbestimmung basieren, sollen gezielt gefördert werden.

• Barrierefreiheit für alle: Mein Ziel ist ein LVR, der durch den Abbau von exkludierenden Mechanismen einen barrierefreien Zugang für alle Menschen gewährleistet.

• Ein sozialer LVR: Ich hoffe, den Landschaftsverband Rheinland zu einem starken Ort der sozialen Gerechtigkeit, der Inklusion und der Resilienz zu machen.

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