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Ein Grundstein für die Zukunft – wir Linke beim Neubau des LVR-Hauses in Deutz

Lara Basten

Am 26.8.2025 wurde mit einer feierlichen Zeremonie am Ottoplatz in Köln-Deutz der Grundstein für das neue LVR-Haus gelegt. Für uns, die Linksfraktion im LVR ist dies ein ganz besonderer Moment. Es markiert einen wichtigen Schritt in einem Prozess, den wir seit über zehn Jahren politisch begleitet, kritisch hinterfragt und konstruktiv mitgestaltet haben.

Mit dem Neubau entsteht ein modernes Verwaltungsgebäude, das künftig rund 1.200 Arbeitsplätze beherbergen wird und damit bisher auf sieben Standorte verteilte Dienststellen zusammenführt.

Wir verschweigen nicht: Der Weg hierhin war lang und nicht frei von Konflikten. Innerhalb unserer Fraktion, aber auch mit den politischen Partnern haben wir intensiv um den richtigen Weg gerungen. Fragen zu Umfang, Kosten, Finanzierungsmodellen oder der Nutzung des Untergeschosses haben immer wieder zu kontroversen Diskussionen geführt. Oft musste man Alternativen durchspielen, Argumente gegeneinander abwägen und auch Rückschläge aushalten. Doch gerade dieser demokratische Prozess hat am Ende dazu geführt, dass das Projekt heute eine breite politische Unterstützung erfährt.

Von Anfang an war es uns wichtig, die Menschen vor Ort einzubeziehen. Anwohnerinnen, Anwohner und Gewerbetreibende haben früh eine Interessengemeinschaft gegründet, die ihre Sorgen und Bedenken zur Baustelle artikulierte. Wir nahmen diese Stimmen sehr ernst, haben an Begehungen teilgenommen und ihre Anliegen in die Beratungen eingebracht. Die Beteiligung von Vertreterinnen und Vertreter der IG bei der Grundsteinlegung dabei zeigt, dass erfolgreich Vertrauen aufgebaut wurde. Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft können gemeinsam gute Lösungen entwickeln – das ist ein starkes Signal.

Besonders stolz sind wir auf die Nachhaltigkeit als zentrales Motiv des Neubaus. Der LVR strebt das „Platin“-Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen an – die höchste Auszeichnung, die in diesem Bereich möglich ist. Zum Einsatz kommen CO₂-reduzierte Baustoffe, Recyclingmaterialien sowie ein Konzept, das eine spätere Wiederverwertbarkeit ermöglicht. Begrünte Dachflächen und ein naturnaher Vorplatz unterstreichen diesen Anspruch. Für Die Linke ist klar: Gerade öffentliche Institutionen haben die Pflicht, beim Klimaschutz mit gutem Beispiel voranzugehen. Der Neubau in Deutz zeigt, dass funktionale Anforderungen, soziale Verantwortung und ökologische Nachhaltigkeit zusammengebracht werden können.

Wir freuen uns, dass nach dem Spatenstich im vergangenen Jahr nun die Grundsteinlegung gefeiert werden konnte. Mit der symbolischen Zeitkapsel ist dieser Moment nicht nur ein Baufortschritt, sondern auch ein Zeichen dafür, dass viele Jahre Diskussion, Kritik und Arbeit nicht umsonst waren. Wir werden den weiteren Bauprozess kritisch begleiten – mit dem Anspruch, dass am Ende ein Gebäude entsteht, das nicht nur Räume bereitstellt, sondern ein sichtbares Bekenntnis zu einer modernen, sozialen und nachhaltigen Verwaltung ist und den Bürger:innen wie auch den Beschäftigen ein Ort der Begegnung ist.

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