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Psychotherapie nach der Reform der Gesetzlichen Krankenversicherungen

Nadine Mai
Die Linke, Nadine Mai

Mindestens 6 Monate Wartezeit auf einen Therapieplatz – das ist schon heute Realität in NRW. Und es könnte noch schlimmer werden.

Der Gesundheitsausschuss der Landschaftsversammlung Rheinland hat sich in einer aktuellen Stellungnahme an Bundesgesundheitsministerin Warken gewandt und warnt eindringlich vor den Folgen des geplanten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes. Schon jetzt arbeiten laut Deutscher Krankenhausgesellschaft rund 70 Prozent der Krankenhäuser defizitär – die geplanten Maßnahmen würden "die ohnehin angespannte wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser in Deutschland weiter verschärfen."

Besonders im Fokus: psychiatrische und psychosomatische Kliniken, die mit Personalkostenquoten von bis zu 80 Prozent besonders auf verlässliche Finanzierung angewiesen sind. Werden Tariferhöhungen künftig nicht mehr vollständig refinanziert, drohen laut Ausschuss sinkende Budgets und der Abbau dringend benötigter Behandlungsangebote – während die Nachfrage nach psychiatrischer Versorgung weiter steigt.

Der Ausschuss fordert deshalb unter anderem die vollständige Refinanzierung des erforderlichen Personals und ein Aussetzen der geplanten Sanktionen bei unbesetzten Stellen.

Ein Gesetz mit harmlosem Namen – und brutalen Folgen. Dazu mehr im Video.

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