Neueröffnung in Wesel: Das LVR-Niederrheinmuseum ist zurück – moderner, inklusiver und spannender denn je
Nach mehrjähriger Überarbeitung ist das LVR-Niederrheinmuseum nun wieder dauerhaft geöffnet und präsentiert sich mit einer komplett neugestalteten Dauerausstellung, die nicht nur modern und inklusiv ist, sondern die Geschichte und Kultur des Niederrheins auf faszinierende Weise erlebbar macht.
Wer in den Sommerferien noch nicht weiß, was er unternehmen soll – ob die Sonne zu sehr brennt, es ununterbrochen regnet oder das Wetter einfach „irgendwas dazwischen“ ist – dem sei ein Besuch im frisch eröffneten LVR-Niederrheinmuseum in Wesel ans Herz gelegt. Nach mehrjähriger Überarbeitung hat das Museum nun wieder dauerhaft geöffnet und präsentiert sich mit einer komplett neugestalteten Dauerausstellung, die nicht nur modern und inklusiv ist, sondern die Geschichte und Kultur des Niederrheins auf faszinierende Weise erlebbar macht. Das Museum ist damit nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern ein lebendiger Raum für Bildung, Begegnung und Entdeckung.
Im Mittelpunkt der neuen Konzeption steht das Leben am und mit dem Wasser – ein zentrales Thema für die Region zwischen Rhein, Lippe und Issel. Dabei geht es nicht um einen klassischen chronologischen Rundgang, sondern um Themenräume, die politische, wirtschaftliche, kulturelle und gesellschaftliche Entwicklungen der Region miteinander verknüpfen. Die Ausstellung schlägt den Bogen von der Hansezeit über Napoleon und Preußen bis hin zur Industrialisierung und zur heutigen kulturellen Vielfalt. Besonders ist dabei, dass der Mensch immer im Mittelpunkt steht – seine Sprache, seine Bräuche, seine Innovationen und seine Geschichten. Wer möchte, kann in eine begehbare St.-Martin-Laterne steigen, regionale Musikfestivals entdecken oder sich durch eine Wand mit 52 niederrheinischen Dialekten hören. Die Ausstellung richtet sich nicht nur an Familien, Schulklassen, Kulturinteressierte – angesprochen werden alle, die Lust haben, die Region neu zu entdecken.
In Zusammenarbeit mit dem GeoPark Ruhrgebiet wurde eine geologische Erlebnisstation entwickelt, die den Wandel von Landschaft, Tierwelt und Klima am Niederrhein eindrucksvoll inszeniert – ein spannendes Naturkunde-Erlebnis mitten im Museum.
An der offiziellen Eröffnung am 17. Juli nahmen auch die Fraktionsvorsitzende der Linken im Weseler Stadtrat und sachkundige Bürgerin im LVR, Babs Wagner, sowie das Mitglied der Landschaftsversammlung Rheinland, Lara Basten, teil. Beide zeigten sich beeindruckt von der neuen Gestaltung. Babs Wagner lobte das Angebot: „Das LVR-Niederrheinmuseum ist ein echter kultureller Schatz für unsere Stadt. Die neue Ausstellung verbindet Vergangenheit und Gegenwart auf faszinierende Weise und macht das Museum zu einem Ort, an dem Menschen aus Wesel und der Region sich wiederfinden und Neues entdecken können – generationenübergreifend und inklusiv. Und wer den Niederrhein nicht kennt, der wird sich danach begeistert zeigen.“ Auch Lara Basten hob die Bedeutung des Museums in der Museumslandschaft hervor: „Es ist wichtig, dass Museen nicht nur bewahren, sondern auch begeistern. Das LVR-Niederrheinmuseum zeigt, wie moderne Museumsarbeit aussehen kann – offen, vielfältig und nah an den Menschen. Gerade für Familien mit Kindern und Menschen wie mich mit einer Verbindung zum Niederrhein ein echter Gewinn.“
Die umgestaltete Dauerausstellung trägt mit ihrem offenen Konzept dazu bei, kulturelle Bildung niedrigschwellig zugänglich zu machen und die besondere Identität des Niederrheins spürbar zu machen – und das nicht nur für Besucherinnen und Besucher von außerhalb, sondern ganz besonders auch für die Menschen vor Ort. Wer die Ausstellung besuchen möchte, kann das dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr tun. Besonders erfreulich: am ersten Freitag jeden Monats ist der Eintritt für alle kostenlos. Generell kostenfrei ist der Besuch u.a. für alle unter 18 Jahren, Menschen mit Behinderung und ihre Begleitpersonen sowie für Inhaberinnen einer LVR-Museumskarte. Das LVR-Niederrheinmuseum Wesel ist wieder da – und lohnt sich mehr denn je.












