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Linksfraktion begrüßt Rückkehr des „Tags der Begegnung“

Signalveranstaltung für gleichberechtigtes, inklusives Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung heute wichtiger denn je

Die Fraktion Die Linke in der Landschaftsversammlung Rheinland begrüßt ausdrücklich, dass der Landschaftsverband Rheinland wieder einen Tag der Begegnung ausrichten möchte. Im heutigen Landschaftsausschuss (6.5.2026) wurde eine entsprechende Beschlussvorlage der LVR-Verwaltung mit großer Mehrheit verabschiedet. 

Der Tag der Begegnung wurde bereits 1998 nach einem diskriminierenden Urteil des Oberlandesgerichts Köln, das nach Beschwerden von Anwohnern einer Wohngruppe von Menschen mit geistiger Behinderung zu bestimmten Tageszeiten die Nutzung des eigenen Gartens untersagte, als Signalveranstaltung für ein gleichberechtigtes und inklusives Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung ins Leben gerufen.

„Wir haben in der vergangenen Wahlperiode gegen die Entscheidungen gestimmt, den Tag der Begegnung zu verschieben und die Beschlüsse dazu lautstark kritisiert. Es war zu befürchten, dass das größte inklusive Festival in Europa durch die mehrjährige Verschiebung schleichend in der Versenkung verschwindet. Wir freuen uns, dass diese wichtige Veranstaltung nun fortgesetzt wird und trotz der schwierigen kommunalen Finanzlage die Mittel dafür bereitgestellt werden“, wie die Fraktionsvorsitzende Lara Basten, die der Landschaftsversammlung seit 2014 angehört, hervorhebt. 

Der LVR habe Wort gehalten und keine Abschaffung des Tags der Begegnung durch die Hintertür betrieben, bemerkt Vorstandsmitglied Nadine Mai: „Als Kölnerin freut mich, dass der Tag der Begegnung wiederum am Standort der Hauptverwaltung in Köln-Deutz direkt hinter der Rheinpromenade stattfinden wird. Dies ist ein gutes Signal auch für die Interessenverbände der Menschen mit Behinderungen.“

Gründe für den Tag der Begegnung seien nicht verschwunden, da Deutschland trotz Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention im Jahr 2009 noch weit davon entfernt sei, eine inklusive Gesellschaft zu sein und die Teilhabe der Menschen mit Behinderung in allen Lebensbereichen nach wie vor zu wenig selbstverständlich sei, erinnert die Linksfraktion. „Solange dies so bleibt, bleibt es auch richtig und wichtig, mit dem Tag der Begegnung ein Zeichen zu setzen“, betont Fraktionsvorsitzende Basten. 

Als bedauerlich bewertet die Linksfraktion die angekündigte Halbierung der Aussteller:innenzahl von 130 auf nur noch 63. Die geschmälerte Angebotsvielfalt durch weniger Vereine und andere externe Aussteller:innen laufe dem Ziel der Veranstaltung zuwider und bedeute auch weniger Einnahmen. „Es sollte beim Tag der Begegnung darum gehen, mit der Angebotsvielfalt des Festes den Blick für die Vielfalt unserer Gesellschaft zu öffnen“, so Nadine Mai. Auch hoffe man, dass der Mitmachzirkus als Angebot für Kinder erhalten bleibe. 

Lara Basten unterstreicht für Die Linke im LVR: „Wir werden mitfeiern, zur Teilnahme aufrufen und uns weiter einsetzen für eine inklusive Gesellschaft, in der es diesen Tag tatsächlich nicht mehr braucht.“ 

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