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10 Jahre Erinnerungsort Alter Schlachthof

Peter Klein

„Erinnern heißt Handeln“. So könnte die Überschrift für die Jubiläumsveranstaltung zum zehnjährigen Bestehen des Erinnerungsort Alter Schlachthof in Düsseldorf lauten. Von diesem Ort aus sind zwischen 1941 bis 1944 etwa 8000 Jüdinnen und Juden aus dem gesamten heutigen Regierungsbezirk Düsseldorf in die Ghettos von Lodz, Minsk, Riga, Izbica und Theresienstadt deportiert worden. Von denen überlebten nur ca. 300. Mittlerweile ist der Schlachthof Bestandteil des neu erbauten Campus der Hochschule Düsseldorf und beherbergt neben dem Erinnerungsort auch die Bibliothek und den IT-Bereich.

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch die Präsidentin der HSD, Frau Prof. Edeltraud Vomberg. Sie, wie auch der Leiter der Forschungsstelle Rechtsextremismus, Prof. Fabian Virchow, warnten vor den Versuchen rechtsextremer Kräfte, die Verbrechen des Nazismus zu verharmlosen. „Denn wenn Erinnerung relativiert wird, gerät nicht nur die Vergangenheit aus dem Blick, sondern auch die Grundlage eines demokratischen Zusammenlebens“, so Frau Prof. Vomberg. Einer der Überlebenden der Deportationen, Dr. Thomas Gabelin, richtete ein eindrucksvolles Grußwort an die Versammelten. Weitere Überlebende sowie Angehörige der Ermordeten Deportierten waren dem Festakt online zugeschaltet.

Anschließend stellte der Leiter des Erinnerungsortes, Dr. Joachim Schröder, einen Überblick über die bisherigen Aktivitäten des Instituts seit seiner Gründung im Jahre 2016 vor. Dies wurde mit kurzen Filmen, zahlreichen Bildern und Texten unterstützt. Auch Dr. Schröder sprach die Gefahren des Rechtsextremismus an, vor allem für die Meinungs- und Medienfreiheit. Besonders hob er die im Erinnerungsort vorgestellten Lebensgeschichten der Zeitzeugen und ihren Eindruck auf die Studierenden hervor, die damit einen Zugang der damaligen Zeit finden bzw. gefunden haben. Zum Abschluss der Veranstaltung dankte Dr. Schröder noch den zahlreichen Institutionen, Verbänden und Stiftungen für ihre Unterstützung. Ausdrücklich wurde dabei auch der Landschaftsverband Rheinland (LVR) erwähnt.

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