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DIE LINKE im LVR

Solidarität mit Forderungen der Gewerkschaften in der Tarifrunde Sozial- und Erziehungsdienst

DIE LINKE NRW unterstützt nachdrücklich die Forderungen der Gewerkschaften ver.di und GEW in der Tarifrunde Sozial- und Erziehungsdienst (SuE) 2022. „Die Tarifverhandlungen mussten im März 2020 Corona-bedingt unterbrochen werden. Nun hat Corona wirklich unübersehbar gezeigt, wie dringend wir die Beschäftigten in der Sozialarbeit, im Bildungs- und Erziehungsbereich und in der Behindertenhilfe brauchen. Lohnerhöhungen müssen nicht nur die durch Inflation steigenden Lebenshaltungskosten abfedern, sondern auch die sozialen Berufsfelder attraktiver machen“, unterstreicht Carolin Butterwegge, Spitzenkandidatin der LINKEN zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 15. Mai.

„Es geht hier nicht bloß um Interessen irgendeines Berufsstandes“, betont Barbara Wagner, Vertreterin der LINKEN im Landesjugendhilfeausschuss für die Linksfraktion im Landschaftsverband Rheinland (LVR). „Die Obersten Landesjugend- und Familienbehörden (AGJF) und die Landesjugendämter haben in einer gemeinsamen Stellungnahme klargemacht, wie wichtig das Angebot der Kinder- und Jugendarbeit in Pandemiezeiten ist, und dass der Bedarf daran auch nach Corona wachsen wird“.

Dem stehe absehbar Personalmangel gegenüber, weil viele Beschäftigte in Renten gingen. „Neben besserer Arbeitsbedingungen und Bezahlung braucht es mehr Ausbildungskapazitäten“. Laut der zuständigen Behörden bedürfe es aufsuchender und ergänzend digitaler Angebote für Kinder und Jugendliche. „Auch die Situation in der Behindertenhilfe muss dringend verbessert werden, wenn Menschen mit Behinderung im Sinne der Inklusion ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht werden soll“. Die Angebote müssten daher sachgerecht ausgestattet und das Personal für die neuen Herausforderungen qualifiziert werden. „Die Forderung der Gewerkschaften nach Rechtsanspruch auf Qualifizierung ist goldrichtig“, so Wagner.

Die Politik müsse jetzt Farbe bekennen, fordert die Bildungs- und Armutsforscherin Butterwegge. Die kommunalen Arbeitgeber (VKA) sollten die Anliegen der Beschäftigten erfüllen. „Die soziale Ungleichheit und ihre Folgen haben sich unter Corona verschärft. Wer sie angehen will, muss in der Tarifrunde den Gewerkschaften deutlich entgegenkommen. Die Beschäftigten im SuE-Bereich haben die volle Solidarität der LINKEN. Sie sollten endlich bekommen, was sie verdienen“.